TOKIO: In Japan gerät die Regierung von Ministerpräsident Yasuo Fukuda innenpolitisch unter wachsenden Druck.
Einen Monat vor Beginn des G-8-Gipfels im eigenen Land sprach das von der Opposition dominierte Oberhaus Fukuda das Misstrauen aus. An den Machtverhältnissen ändert die Entscheidung vorerst nichts, da die Regierungskoalition unter Führung Fukudas Liberaldemokratischer Partei LDP im maßgeblichen Unterhaus über eine stabile Mehrheit verfügt. Es war das erste Mal unter der Nachkriegsverfassung, dass das Oberhaus ein Misstrauensantrag gegen einen Regierungschef verabschiedete. Die Opposition wirft Fukuda vor, ohne die Unterstützung des Volkes zu regieren. Sie hatte im vergangenen September die Oberhauswahlen gewonnen und versucht seitdem, die Regierungsarbeit zu blockieren und Neuwahlen zu erzwingen.
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