KABUL: Im Norden Afghanistan ist erstmals ein Kampfverband der Bundeswehr für die internationale Schutztruppe -ISAF- im Einsatz. Der deutsche Regionalkommandeur Dieter Dammjacob übertrug der 200 Mann starken Bundeswehreinheit um Mitternacht Ortszeit in Masar-i-Scharif das Kommando.
Bislang hatte ein norwegisches Kontingent die Aufgabe der schnellen Eingreiftruppe -QRF- im von Deutschland geführten ISAF-Regionalkommando Nord ausgeübt. Die QRF-Soldaten sollen immer dann eingreifen, wenn Wiederaufbauteams militärisch unter Druck geraten. Der Kampfverband darf auch gegen Terroristen vorgehen. - Überschattet wurde die Kommandoübergabe durch einen Anschlag auf die Bundeswehr im rund 150 Kilometer entfernten Kundus, bei dem zwei deutsche Soldaten leicht verletzt wurden.
(Deutsche Welle)
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