ULAN BATOR: Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in der Mongolei hat die Regierung Soldaten und Grenzschützer in die Hauptstadt Ulan Bator beordert, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Bei den Unruhen wurden nach Angaben von Justizminister Tsend Monkhorgil fünf Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.
Rund 700 Personen seien festgenommen worden. Am Dienstag hatten aufgebrachte Demonstranten dagegen protestiert, dass die regierende Mongolische Revolutionäre Volkspartei ihren Sieg bei der jüngsten Parlamentswahl verkündet hatte, obwohl noch kein amtliches Ergebnis vorlag. Die Opposition sprach von Wahlbetrug. Der Abgeordnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Manfred Grund, der als Wahlbeobachter in die Mongolei gereist war, sagte der Deutschen Welle, die Wahl sei nach seinen Eindrücken ohne größere Zwischenfälle oder erkennbare Manipulationen verlaufen.
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